Der Inhaber eines Hotel-Restaurants aus dem Raum Münster hatte unsere Detektei beauftragt, die Ursachen für einen umfangreichen und nicht erklärbaren Verbrauch von Lebensmitteln in seinem Betrieb festzustellen. Wie uns der Hotelier zuvor in einem persönlichen Gespräch mitteilte, konnte er bereits seit mehreren Jahren einen stetig ansteigenden “Schwund” von Lebensmitteln feststellen. Ein erhöhter Verbrauch von Spirituosen konnte ebenfalls seit einem längeren Zeitraum registriert werden. Weiterhin kam regelmäßig das unterschiedlichste Hotelinventar abhanden. So hatte sich die Stückzahl eines hochwertigen Tischbestecks innerhalb von zwei Jahren halbiert.
Nach Erläuterung der unterschiedlichsten Vorgehensweisen, hatte sich der Inhaber des Hotels für die Installation einer verdeckten Kameraanlage entschieden. In einem nächtlichen Montageeinsatz wurden von uns vier getarnte Miniatur- Kameras installiert. Die Montage erfolgte nach einer vorherigen Schwachstellenanalyse in vier unterschiedlichen Arbeitsbereichen des Hotels.
Nach einem Zeitraum von zwei Wochen begannen wir mit der Auswertung der aufgezeichneten Daten. Die Köchin des Muensteraner Hotels, welche bereits seit mehr als 15 Jahren im Betrieb beschäftigt war, konnte mehrmals täglich bei umfangreichen Diebstählen von Lebensmitteln beobachtet werden. Hierbei wurden von ihr derart große Mengen entwendet, dass eine Mitnahme für den Eigenbedarf ausgeschlossen werden konnte. Die Art und der Umfang der Diebstähle ließen den Verdacht auf eine jahrelange und routinierte Handlungsweise aufkommen. Der Bruder der Köchin, welcher ebenfalls seit mehreren Jahren in dem Hotel tätig war, unterstützte seine Schwester bei ihren massiven Diebstählen, indem er die zuvor von ihr abgefüllten Lebensmittel über die anfallenden Küchenabfälle “entsorgte”. Des weiteren konnte der Bruder der Köchin wiederholt beim Diebstahl von Spirituosen aufgezeichnet werden.
Wir haben den Hotelier darauf hin über die umfangreichen Diebstähle seiner Köchin und deren Bruder in Kenntnis gesetzt. Die aufgezeichneten Diebstähle haben wir unserem Auftraggeber dann am Laptop vorgeführt. Dieser war von der Art und dem Umfang der Diebstähle mehr als entsetzt. Bei einem nachfolgenden Gespräch wurde die Köchin mit unseren aufgezeichneten Aufnahmen konfrontiert. Die Köchin war hier wenig gesprächig und verweigerte zuletzt die Aussage. Darauf wurde der Köchin die fristlose Kündigung erteilt. Dem zu diesem Zeitpunkt nicht anwesenden Bruder der Köchin wurde ebenfalls fristlos gekündigt. Wie sich zu einem späteren Zeitpunkt herausstellte, hatte sich die Köchin in den letzten Jahren einen eigenen Partyservice aufgebaut, welchen sie an Wochenenden angeboten hatte.
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